Im Gespräch mit Mario Casparin
Seit vielen Jahren gehört Mario Casparin zu den treuen Stimmen unseres Kirchenchors. Neben dem Singen übernimmt er auch eine wichtige Aufgabe im Hintergrund: Als Materialwart sorgt er dafür, dass unsere Noten stets bereit sind und jede Stimme im Chor das richtige Blatt zur richtigen Zeit hat.
Mit viel Engagement und Übersicht kümmert er sich seit vielen Jahren um unser Notenmaterial – eine Arbeit, die oft im Hintergrund geschieht, für den Chor aber von grosser Bedeutung ist.
In diesem kurzen Interview erzählt Mario, wie er zum Kirchenchor gekommen ist, was ihm am Singen in der Gemeinschaft besonders gefällt und welche Erinnerungen ihm aus all den Jahren besonders geblieben sind.

Mario, du bist schon seit vielen Jahren ein wichtiger Teil unseres Kirchenchors. Kannst du dich noch erinnern, wann und wie du zum Chor gekommen bist?
Im Jahr 1975 bin ich als junger Einheimischer, der gerne singt und die Kultur pflegen möchte, dem Chor beigetreten.
Was hat dich damals motiviert, im Kirchenchor mitzusingen – und warum bist du bis heute dabei geblieben?
Mich hat vor allem die grossartige Kameradschaft und das Singen an sich dazu motiviert, dem hiesigen Kirchenchor beizutreten.
Neben dem Singen bist du auch für unser Notenmaterial verantwortlich. Wie bist du zu dieser Aufgabe gekommen?
Der damalige Materialwart, Jakob Plaz, hat mir sein Mandat übergeben. Seitdem habe ich dieses Amt inne und übe es nach wie vor sehr gerne aus. Auch die Auslegeordnung der Stühle habe ich übernommen, sodass die Männer um 20 Uhr bereit sind und die Probe pünktlich starten kann.
Viele im Chor wissen, dass du unser Notenarchiv bestens kennst. Was gehört alles zu deinen Aufgaben als Materialwart?
In erster Linie geht es vor allem um Ordnung – jeder Sänger soll die richtigen Notenblätter in der passenden Singmappe haben. Unser Chor verfügt über ein grosses Repertoire: Dazu gehören sowohl sakrale als auch profane Lieder. Mittlerweile besitzt jeder der 28 Sänger drei Mappen – eine mit den Messpartituren, eine für die profanen Lieder und eine gemischte. Hinzu kommen einzelne Stücke für bestimmte Gottesdienste sowie die Mappen für das Requiem bei Beerdigungen – da braucht es Ordnung.
Du bist schon lange im Chor dabei – wie hat sich der Kirchenchor deiner Meinung nach über die Jahre verändert?
Es gibt meiner Meinung nach keine grossen Veränderungen gegenüber früher. Der Chor zeichnete sich schon immer durch eine hohe Qualität aus. Die Gemeinschaft sowie das Bewusstsein für Kameradschaft innerhalb des Chors haben in den letzten Jahren jedoch spürbar zugenommen.
Gab es in all den Jahren ein besonderes Erlebnis, einen Auftritt oder eine Messe, die dir besonders in Erinnerung geblieben ist?
Es gab in all den Jahren unzählige schöne Erlebnisse. Besonders in Erinnerung geblieben sind mir ausserordentliche Auftritte wie «La veia dalla crousch» sowie generell die Gesangsfeste oder Vereinsausflüge.
Gibt es ein Lied oder ein Stück, das du besonders gerne im Chor singst?
Kein spezielles Lied oder Stück, vielmehr sind es die profanen Lieder, die ich gerne singe, aber auch die vierstimmig gesungenen Messen.
Was würdest du jemandem sagen, der überlegt, unserem Kirchenchor beizutreten?Komm, schau rein und sing mit! Wir sind jederzeit offen für neue Mitglieder, die unsere Tradition über Generationen hinweg weiterführen möchten. Einen Kirchenchor zu finden, der auf Laienniveau über ein so umfangreiches Repertoire verfügt und dieses auch gerne weiterpflegt, ist heutzutage wohl eher selten.
Was wünschst du dir für die Zukunft unseres Kirchenchors?
Ich wünsche unserem Chor von ganzem Herzen, dass wir unsere Gesangsqualität weiterhin hoch halten und vor allem unsere Kameradschaft über mehrere Generationen hinweg pflegen können.

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Pfingstmesse

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Auffahrtsmesse

publitgia igls 10.05.26
Heiligkreuzmesse – Unter Leitung von Rainer Held

publitgia igls 22.04.2026
Karfreitag & Ostern mit dem Chor Viril Baselgia Savognin

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Messa Son Gisep – Unter Leitung von Rainer Held

publitgia igls 19.03.2026
Unser neuer Dirigent
Wir freuen uns sehr, euch unseren neuen musikalischen Leiter des Chor Viril Baselgia Savognin vorzustellen: Rainer Held.
Mit viel Erfahrung, Leidenschaft und Respekt für unsere Tradition startet er mit uns in die Zukunft.
Willkommen, Rainer!

Rainer, gib uns bitte einen kurzen Einblick in deinen musikalischen Werdegang.
Ich dirigiere seit meinem 16. Lebensjahr Chöre. Nach meinen Studien in Chor- und Orchesterleitung, Schulmusik und Sologesang widmete ich mich über Jahrzehnte der Lehrpersonenausbildung im Kanton Luzern: zuerst am Lehrerseminar Hitzkirch, später als Leiter des Departements Musik an der PH Luzern.
Seit vielen Jahren widme ich mich mit zahlreichen Gastdirigaten auf der ganzen Welt dem Orchesterdirigieren, CD-Aufnahmen (mit Schwerpunkt auf Schweizer Orchestermusik des 20. und 21. Jahrhunderts), Chorprojekten usw.
Viele Jahre diente ich zudem der Schweizerischen Chorvereinigung als Präsident der Musikkommission sowie der Europäischen Chorvereinigung (ECA) als Mitglied der Musikkommission.
Seit 2015 dirigiere ich im Surses den Talverein, den Chor viril Surses.
Seit November dirigierst du zusätzlich den Chor Viril Baselgia Savognin – was hat dich an diesem Chor besonders gereizt?
Ich kenne den Chor seit meiner Kindheit, habe ihn regelmässig an Gesangsfesten gehört und sehr geschätzt. Der Klang des Chores ist sehr spezifisch und beinahe einzigartig. Es reizt mich sehr, diese ausserordentliche Qualität zu erhalten und weiterzuentwickeln.
Der Chor Viril Baselgia Savognin dürfte einer der letzten noch aktiv singenden Männer-Kirchenchöre der Schweiz sein – ein wichtiges Erbe, das es zu bewahren gilt!
Was ist dir bei der Arbeit mit unserem Männerchor besonders wichtig?
Die Bewahrung der Tradition und gleichzeitig die Öffnung gegenüber neuer Literatur – alles mit Augenmass.
Wie hast du die ersten Proben mit dem Chor Viril Baselgia Savognin erlebt?
Sehr positiv! Die Musikalität und das sängerische Leistungsvermögen sind offensichtlich und gut hörbar. Das bereitet Vorfreude auf mehr!
Was hat dich am Chor oder an der Region Surses bisher positiv überrascht?
Das Surses wie auch das Albulatal sind ausgesprochene Sängerregionen. Die Einheitlichkeit der Sprache unterstützt das Singen. Zudem ist eine lange sängerische Tradition spürbar und hörbar. Hier wurde in den Chören sehr gut gearbeitet, und ich versuche, meinen Beitrag dazu zu leisten.
Welche musikalischen Ziele möchtest du mit dem Chor kurz- und mittelfristig erreichen?
Eine Erweiterung des kirchenmusikalischen Repertoires und gleichzeitig auch das Wagnis, neuere (weltliche) Literatur einzubeziehen.
Wie wichtig ist dir neben der musikalischen Qualität auch die Kameradschaft im Chor?
Singen im Chor ist auch ein sozialer Akt. Der Austausch nach der Probe ist immens wichtig. Ich versuche, dies – immer im Rahmen meiner Möglichkeiten – mit den Männern zu pflegen.
Welche Bedeutung hat das Singen im Chor deiner Meinung nach heute noch in unserer Gesellschaft?
Singen im Chor ist gesund – das bestätigt seit geraumer Zeit auch die Wissenschaft. Menschen, die es bereits tun, können davon ein „Liedlein singen“.
Das Sich-Finden in der Gruppe – mit einem der menschlichsten Instrumente, die man sich vorstellen kann – löst bei vielen Menschen Glücksgefühle aus. In einer Probe gefordert und gleichzeitig „harmonisiert“ zu werden, Wohlklang zu erzeugen, gibt Kraft und befreit vom Alltag.
Oft höre ich: „Das war eine fordernde oder gar strenge Probe, aber jetzt bin ich zufrieden.“ Manche sagen sogar: glücklich! So macht auch das Glas danach noch mehr Freude – und Freunde.
Was wünschst du dir vom Chor Viril Baselgia Savognin für die gemeinsame Zukunft?
Ganz einfach: Neugier, Offenheit für Neues und neue Sänger.
Warum würdest du interessierten Sängern empfehlen, Teil unseres Chores zu werden?
Singen tut gut, macht glücklich und stärkt das soziale Netz – und das ganz unabhängig vom Alter!
publitgia igls 16.02.2026